Liebe Freunde und Förderer des Dresdner Kreuzchores,

die Geschichte des Kreuzchores ist durch seine Kantoren geprägt. Zwar steht das Denkmal für Kreuzkantor Julius Otto vor der Kreuzkirche, als öffentlicher Hinweis auf eine lange Tradition und als beliebtes Fotomotiv. Doch die Entwicklung des Chores zu seiner heutigen Bedeutung begann erst ab 1876 mit Ottos Nachfolgern Oskar Wermann und Otto Richter. Als Rudolf Mauersberger 1930 zum Kreuzkantor berufen wurde, war aus einem Schul-Knabenchor, der vorrangig zu liturgischen Diensten verpflichtet gewesen war, bereits ein leistungsfähiges Ensemble geworden. Neben den kirchenmusikalischen Aufgaben an der Kreuzkirche spielte der Kreuzchor inzwischen eine wichtige Rolle im Dresdner Konzertleben.

Unter Mauersberger setzte der Kreuzchor diese Entwicklung konsequent fort, wurde zu einem international geschätzten Kulturinstitut. Der Name Rudolf Mauersberger ist untrennbar mit seiner Lebensleistung als Kreuzkantor verbunden. Er ist unbestritten einer der bedeutendsten Kirchenmusiker des 20. Jahrhunderts und als solcher über die Grenzen Dresdens hinaus bekannt. Hingegen sind seine Kompositionen – außer seinem Trauerhymnus „Wie liegt die Stadt so wüst“ – nur einer begrenzten Öffentlichkeit vertraut.

So ist der Vorschlag, ein „Komponistenporträt Rudolf Mauersberger“ herauszugeben, gern von uns aufgenommen worden. Dieses Porträt hat das Ziel, das kompositorische Schaffen Mauersbergers bekannter zu machen. Damit wird der Blick gleichzeitig auch auf den Kreuzchor gelenkt. Denn: auch wenn auf den CDs viele verschiedene Ensembles musizieren, stellt doch der Name des Komponisten immer den Bezug zum Kreuzchor her.

Diese Edition erscheint aus Anlass seines 125. Geburtstages. Sie wird ausschließlich durch zweckgebundene Geldmittel und Spenden finanziert. Der Förderverein als Herausgeber hat ihre Konzeption und Realisierung beratend begleitet. Sie unterscheidet sich von unseren Archiv-CDs: Als eigenständiges Projekt wurde sie von unserem Vereinsmitglied Gerhardt Uhle initiiert, erarbeitet und weitestgehend selbst verantwortet. Ihm gilt unser Dank für seine umfangreiche Recherche-, Organisations- und Editionsarbeit. Ohne seine immense ehrenamtliche Arbeit und sein persönliches Engagement wäre dieses Projekt nicht zu Stande gekommen.

Wir wünschen dieser CD-Edition eine freundliche Aufnahme und viele interessierte Hörer!
Herzliche Grüße, Ihr

Christoff

 

Christoff Andrich
Vorsitzender des Fördervereins Dresdner Kreuzchor e. V.
Dresden, im Januar 2014